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Urspringen 2006

Bericht von Claudia Kimmel

Nur eines kann noch besser werden – das Wetter !
Impressionen vom Freizeitturnier in Urspringen
von Claudia Kimmel
Ich muss an dieser Stelle einmal loswerden, was mich am gerade vergangenen Wochenende sehr beeindruckt hat. Endlich ist es soweit, die 25-Jahr Feier mit Turnier und Wanderritt kann beginnen. Schon im Vorfeld arbeiten unzählige Leute, regeln die Details zur Versammlung, kümmern sich um die Ehrenpreise, überlegen sich eine Wanderreit-Route, machen den Kassenabschluss bzw. prüfen diesen, schreiben Einladungen an die Mitglieder und die Ehrengäste, geben 80 Nennungen von Pferd und Reiter ein, suchen unsere erfolgreichen Vereinsmitglieder mühsam aus den Ergebnislisten im Internet heraus, streichen die Umzäunung der Ovalbahn, besorgen eine 2-Mann-Kapelle für den Reiterball, backen unzählige (traumhaft gute) Kuchen und Torten, prüfen den Sound auf der Anlage, beschaffen einen Zeltanbau, teilen die Helfer für den Samstag ein..... die Liste könnte noch viel länger werden und stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Und dann das: R e g e n , R e g e n , R e g e n
Und das ist noch nicht alles: S t u r m
Damit noch nicht genug: G e w i t t e r
Aber was soll’s, es war nicht zu ändern. Wohl dem, der genügend Sätze frischer Klamotten dabei hatte, denn eine Überquerung des Turniergeländes hatte unweigerlich durchnässte Kleider zur Folge.
Um 7.00 Uhr öffnete die Meldestelle und Andrea Kunert übte diesen Part routiniert aus. Ich sehe sie und einige Helfer jetzt noch triefend nass den Geschicklichkeitsparcours in der Mittagspause aufbauen, um direkt danach völlig durchnässt weiter die Rechenstelle zu betreiben bis zum Schluss der Veranstaltung. Hier ziehe ich den Hut, das war Klasse!
Und Winnfried, der seine Aufgabe als Sprecher souverän vom Anfang bis zum Ende ausübte, stand dem in nichts nach. Am Sonntag früh stand er als Rittführer pünktlich wieder auf der Matte. Wer wie ich seinen Terminkalender kennt, weiß dies besonders zu würdigen.
Die Zuschauer, die sich anfangs (als es noch nicht regnete) eingefunden hatten, verzogen sich zwangsweise ins Gott sei dank vergrößerte Zelt, von dem man hoffte, dass es dem Sturm standhielt. Die Reiter mussten ausharren. Die einen haben zwischen zwei Prüfungen die nassen Hosen anbehalten, damit der vielleicht letzte trockene Klamottensatz noch für den Heimweg übrig war. Andere haben aus verständlichen Gründen ihre Endausscheidungen gestrichen.
Ganz tapfer waren unsere Teilnehmer aus der Führzügelklasse. Mit zitternden Unterkiefern und Händen (vor Kälte) standen sie wartend am Eingang der Ovalbahn und absolvierten ihren Ritt mit Bravour. Ein ganz großes Lob an dieser Stelle für unsere Kleinsten.
Nicht zu vergessen das Team um Thomas Orf, die „Urspringener“. Alle packten mit an und trugen ihren Teil dazu bei, dass das Turnier trotz aller Widrigkeiten jedem Teilnehmer positiv in Erinnerung bleibt. Selten findet man auf „großen“ Turnieren eine so gut und schnell funktionierende Gastronomie.
Es wundert mich nicht, dass manch einer abends nicht mehr im Zelt anzutreffen war. Zu nass und anstrengend war dieser Tag einfach. Genauso erging es vielen Reitern. Aber die „Urspringener“ waren immer noch da: hinter der Theke und in der Cocktail-Bar versorgten sie die Gäste. Dank an dieser Stelle für Euer Engagement, das mit dem Turnierende noch lange nicht aufhört, denn schließlich muss ja alles wieder aufgeräumt werden.
Weil wir im Wohnwagen neben dem Zelt übernachteten, bin ich auch noch mal zum Reiterball. (Sonst hätte ich mich sicher auch nicht mehr aufgerafft). Und ich habe es nicht bereut. Zwar befand sich nur eine kleine Reitergruppe im Zelt, die übrigen Gäste waren wohl Ortsansässige. Die Stimmung war dennoch super; dafür sorgten nicht zuletzt Sebald und Michael aus dem hohen Norden. Die beiden Musiker hatten für jeden was zu bieten und es wurde getanzt und natürlich viel gelacht.
Alles in allem war es ein gelungenes Turnier, das sicherlich bei schönerem Wetter sämtliche regionale Rekorde geschlagen hätte. Schade, dass der abschließende Wanderritt im kleinen Kreise stattfinden musste. Doch nach diesem verregneten Samstag hatten alle ihre Pferde, die zitternd in den Paddocks standen, an trockene Orte verbracht. Für viele lohnte das Holen der Pferde für den Sonntag dann nicht mehr. Die Furcht vor einem zweiten Tag im Dauerregen war zu groß (oder die Jacken immer noch nass...)
Eines ist jetzt aber fast sicher – das Wetter kann beim nächsten Mal nur noch besser werden!
Claudia Kimmel

Ergebnisse

ergebnisseurspringen.xls [30 KB]